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Elena Krawzow nach Wahl zu Berlins Sportlerin des Jahres:
„Es ist eine große Ehre“

 

Para-Schwimmerin Elena Krawzow zu 'Berlins Sportlerin des Jahres 2019' gewählt. Ali Lacin (Para-Leichtathletik) auf dem dritten Platz. — Foto: BSB
Para-Schwimmerin Elena Krawzow zu 'Berlins Sportlerin des Jahres 2019' gewählt. Ali Lacin (Para-Leichtathletik) auf dem dritten Platz.

— Foto: BSB

Die Berliner Schwimmerin Elena Krawzow wurde bei der Berliner Sportlerwahl 2019 zur Sportlerin des Jahres gewählt. Dabei ließ die Para-Schwimmerin mit knapp 16 Prozent der Stimmen die Konkurrenz um den begehrten Titel hinter sich. Krawzow ist nach Marianne Buggenhagen (1996) und Daniela Schulte (2012) erst die dritte Para-Sportlerin, der diese Ehre zuteilwird.

Entsprechend glücklich zeigte sich die Athletin nach der Preisverleihung: „Berlins Sportlerin des Jahres zu sein bedeutet für mich sehr viel. Es ist eine große Ehre für mich, in so einer großen Stadt mit so vielen großartigen Athleten, verglichen und gemessen zu werden. Insbesondere freut es mich, dass es keine extra Kategorie für Parasportler gibt, sondern alle Sportler gleich gewertet werden“, so Krawzow. Außerdem appellierte die 26-Jährige: „Wir Parasportler sind keine behinderten Sportler wir sind Sportler mit einer Behinderung.“

Krawzow schwamm bei den diesjährigen Weltmeisterschaften über 100 Meter Brust die schnellste je bei Titelkämpfen geschwommene Zeit und sicherte sich so die Goldmedaille. „Ich möchte den Para Schwimmsport in Deutschland repräsentieren und die Barrieren in den Köpfen der Menschen gegenüber Menschen mit Behinderung überwinden. Es ist mir wichtig, das Interesse der Öffentlichkeit an den Parasport zu wecken“, so das erklärte Ziel Krawzows.

Diesem Vorhaben hat sich die Vorzeigeathletin des Berliner Schwimmteams mit der Krönung zur Sportlerin des Jahres genähert, was auch den Präsidenten des Berliner Behinderten- und Rehasportverbandes Özcan Mutlu begeistert: „Elena hat es einfach verdient. Letztes Jahr reichte es trotz drei Goldmedaillen bei der EM nur für den zweiten Platz. Mit WM-Gold und neuem Weltrekord rundet die Auszeichnung zu Berlins Sportlerin des Jahres ihr sportlich nahezu perfektes Jahr ab. Mit Ali Lacin haben wir bei den Männern einen weiteren Para-Sportler auf dem Podest. Es freut uns, dass diese beiden Spitzenathleten unsere Arbeit so herausragend repräsentieren und natürlich auch, dass die Leistungen der Parasportler bei der Wahl so honoriert wurden“, so Mutlu.

Ali Lacin landete bei der Wahl zum Sportler des Jahres auf dem dritten Platz. Bei der Para-Leichtathletik-WM in Dubai sprintete er auf den dritten Platz. In persönlicher Bestzeit von 24,63 Sekunden erlangte Lacin so die erste WMMedaille seiner Karriere und errang gleichzeitig einen Startplatz für die Paralympischen Spiele im nächsten Jahr in Tokio.


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