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RaceRunning Development Camp
& CPISRA International Cup 2019

Vom 07. – 14.07.2019 nahmen die beiden Berliner Athleten Linus Bade und Jasper Dombrowski, zusammen mit ihrer Trainerin Corinna Best, am RaceRunning Development Camp & CPISRA International Cup 2019 teil.

Schon einen Tag vor Beginn der Veranstaltung machte sich Corinna auf die Reise nach Frederiksberg in Dänemark, um im Rahmen des RaceRunning Camps an einem 4-tägigen, internationalen Trainer-Kurs teilzunehmen. Geleitet durch ein Team von „RaceRunning Denmark“ wartete am ersten Tag viel Theorie auf die Teilnehmer_innen. Es wurde über die Geschichte der noch jungen Sportart, über Trainingsgrundlagen, Vorbereitung und Gymnastik sowie erste Schritte der Trainingsplanung referiert.

Die dänischen Referenten Susanne Ladefoged und Leif Nielsen haben dabei unter anderem  über ihre Erfahrungen berichtet. In den nächsten drei Tag folgten die Praxiseinheiten die während der Trainingszeiten der insgesamt 17 Nationen durchgeführt wurden. Für die angehenden Trainer_innen war dies zum einen die Möglichkeit,  die Trainings zu beobachten, sich Tipps zu holen und über Trainingsmethoden auszutauschen. Nach und nach wurde an das Leiten eines Trainings herangeführt, bis die Kursteilnehmer_innen selbstständig das Training für die Nationen übernommen haben.

Für die Berliner Trainerin Corinna Best war der Trainer-Kurs ein voller Erfolg: „Durch den großen Anteil an Praxis haben wir viele neue Übungen und Ideen sammeln können, die ich teilweise schon direkt vor Ort in das Training einbauen konnte. Aber auch die Theorieeinheiten waren sehr interessant und besonders die Trainingsplanung an dem Beispiel der dänischen Nationalmannschaft hat mir viel geholfen, um das weitere Training für Linus und Jasper in Zukunft optimal zu planen.“

Auch die beiden Athleten konnten in den drei Tagen des Camps einige neue Erfahrungen sammeln und an ihrer persönlichen Technik feilen. So wurden sie unter anderem von erfahrenen Trainer_innen aus den Niederlanden oder Dänemark gecoacht und lernten viele Mitstreiter_innen aus aller Welt kennen. Für die beiden Deutschen war dies eine ganz neue Erfahrung, da sie in Deutschland bisher noch nicht die Möglichkeit hatten sich mit anderen Athlet_innen ihrer Disziplin zu vergleichen.

Während der tollen Eröffnungsfeier am Mittwochabend, mit Linus Bade als Träger der deutschen Fahne, sprach Mansoor Siddiqi, Vorsitzender des Organisationskomitees, die eröffnenden Worte und betonte dabei die weltweit Entwicklung „unserer“ Sportart und bedankte sich bei allen Teilnehmer_innen die dazu beitragen diesen Sport in ihren Ländern zu fördern. Damit war das Camp in Dänemark beendet und der RaceRunning Cup eröffnet. Die deutschen Athleten Linus und Jasper sollten insgesamt sieben Mal an den Start gehen.

Doch gleich der erste Wettkampftag begann anders als erhofft. So musste Jasper aus gesundheitlichen Gründen den ersten Tag im Krankenhaus verbringen und verpasste seinen 100m Lauf. Linus war dagegen in Topform und ging bei dem 100m an den Start. Nachdem ihm einen perfekter Start gelang ging er direkt auf den ersten Metern in Führung. Doch dann geriet sein RunningFrame ins Schwanken uns Linus stürzte.

Zum Glück kam er mit ein paar Schürfwunden noch gut davon, jedoch war die Enttäuschung im gesamten Team groß. Nun hieß es alles in den 800m lauf stecken, der noch am selben Tag stattfinden sollte. Mit Pflastern an Schulter und Hand ging Linus also an den Start und rannte sich sichtlich die Enttäuschung vom Leib. In der Vorrunde errichte er so als zweiter die Ziellinie und stand ebenfalls  am selbigen Tag im Finale. Trainerin Corinna gab die Taktik für den Finallauf vor: „bleib auf Position zwei und spar deine Kräfte bis du auf der Zielgerade dann vorbei ziehen kannst.“

Doch Linus fühlte sich sehr gut und mit der Unterstützung von Jasper, der wieder aus dem Krankenhaus zurück war, übernahm er direkt nach dem Startschuss in Führung. „Da habe ich erstmal die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen“, sagte die Trainerin. Doch mit einer persönlichen Verbesserung von knapp 2 Sekunden brachte Linus die Führung souverän ins Ziel und erlangte seine erste Goldmedaille.  So ging der erste Tag doch noch sehr erfolgreich zu Ende. Die nächsten zwei Wettkampftage sollten nicht weniger erfolgreich bleiben. In allen Strecken, in denen die Deutschen antraten gelangen sie ins Finale.

Am zweiten Wettkampftage belohnte sich dann auch der zuvor angeschlagene Jasper mit der Goldmedaille über die 40m, mit nur knapp 00.01,50 Sekunden Vorsprung auf den Mitstreiter aus Saudi Arabien. Linus erlangte am selben Tag einen tollen 4. Platz über die 400m, wo er sich unter anderem mit dem Weltrekordhalter messen konnte. Der letzte Wettkampftag rundete dann die tolle Runde ab: Silber für Jasper auf der 60m Strecke, der nur um 0,84 sec. das nachsehen hinter dem Dänen Lars SØndergaard hatte und Bronze für Linus über die 200m.

Mit diesen Leistungen kann das Team aus Berlin mehr als zufrieden sein. Mit insgesamt vier Medaillen und einem erfolgreich absolvierten Coaching Course wurde eine tolle Woche mit der Abschlussparty am Samstagabend beendet. Anschließend haben sich Linus und Jasper in den wohl verdienten Urlaub verabschiedet, bevor am 10. August bereits der nächste Wettkampf in Cottbus ansteht – und für Linus Bade die Chance besteht die Norm über die 100m für die WM in Dubai zu knacken.