TermineKampagnenVereinslistePresse/MedienPartnerDownloadsSocial MediaImpressumDatenschutz
Zum Hauptinhalt springen

Andreas Geisel: „Wir wollen keine Sanierung, wir wollen einen Leuchtturm“ – Berliner Sportsenator nimmt 7.154 Petitionsstimmen für Inklusionssportpark entgegen

Foto der wichtigsten Verantwortlichen auf dem Rasen des Jahnsportparks. Im Hintergrund ist die die Tribüne sichtbar.

LSB-Präsident Thomas Härtel und BSB-Vize-Präsident Stefan Schenck überreichen gemeinsam mit weiteren Unterstützern des Inklusionssportpark die Stimmen an Senator Andreas Geisel. ©Patrick Skrzipek

Über 7.100 Menschen setzen sich per Petition für den #SportparkFürALLE ein. Dieser Meilenstein wurde heute in einem Fototermin mit Sportsenator Andreas Geisel festgehalten. Im Namen des Landessportbundes Berlin (LSB) und der 23 weiteren Petenten, darunter der Behindertensportverband Berlin (BSB), BFC Dynamo und ALBA Berlin, überreichten LSB-Präsident Thomas Härtel und BSB-Vize-Präsident Stefan Schenck den Zwischenstand der Petition auf dem Rasen des Jahnstadions. Die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Christine Braunert-Rümenapf, nutzte die Unterschriftenübergabe an Senator Geisel, um eine einstimmige Resolution aller 12 Bezirks- und der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung für den Inklusionssportpark zu überreichen.

In einem Statement zeigte sich der Senator sehr erfreut über das gesellschaftliche Engagement für den #SportparkFürALLE:
„Wir können das öffentliche Bekenntnis zu einem Inklusionssportpark unbedingt gebrauchen. Um deutlich zu machen, dass es nicht nur um Betriebserlaubnis und Brandschutz geht, sondern vor allem geht es darum, einen Inklusionssportpark als Leuchtturm für Sport in Deutschland hier in Berlin zu beheimaten. Es wäre fatal, das bereitgestellte Geld aus dem Haushalt jetzt nicht dafür zu nutzen. Das müssen wir nach außen tragen. Dabei helfen die Unterschriften, dabei hilft die Resolution, dabei hilft das Engagement der Vertreter*innen der Vereine und Verbände. Hier treffen sich mehrere Interessen. Wir müssen den Jahnsportpark erweitern. Wir müssen vor allem das Stadion erneuern. Die Betriebserlaubnis erlischt Ende des Jahres. Das ist eine hochfrequentierte Sportstätte im Herzen Berlins. Wenn wir den Jahnsportpark neu bauen, müssen wir es mit neuen Angeboten versehen. Die Idee ist, den Jahnsportpark als inklusive Sportstätte, als Leuchtturm für den Inklusionssport widererstehen zu lassen. Damit wird ein Angebot in Berlin schaffen, dass es so noch nicht gibt. Für mehr Gerechtigkeit und mehr Inklusion in der Gesellschaft. Die Petition unterstützt das und ich finde es hervorragend, mit so viel Rückendeckung in die politische Diskussion zu gehen. Aktuell wird die Frage geklärt, ob auch eine Teilsanierung des Stadions möglich wäre – da sage ich Nein. Selbst wenn sie baulich möglich wäre, verhindert sie den Inklusionssportpark. Wir wollen keine bauliche Sanierung, wir wollen einen Leuchtturm.“

Ziel der Initiative ist es, den inklusiven Ersatz-Neubau des Stadions und voll barrierefreien Umbau des großen Sportgeländes am Mauerpark mitzugestalten, um daraus ein Leuchtturmprojekt für Inklusion zu machen. Neben dem Umbau zum Inklusionssportpark sollen außerdem zusätzliche Flächen entstehen damit der Vereinssport der steigenden Nachfrage gerecht werden kann.

„Das Projekt ist eine echte Chance für Berlin, seine Bürger und die Sportregion mit einer Strahlkraft weit über unsere Stadtgrenzen hinaus. Sportler*innen mit Behinderungen haben kaum barrierefreie Zugangsmöglichkeiten zu Sportanlagen. Der Umbau des Stadions macht es möglich inklusiv Sportveranstaltungen zu erleben. Auf dem Gelände des InklusionsSportparks könnten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben. Dafür ist ein Ersatz-Neubau des Stadions notwendig“, erklärt Stefan Schenck vom Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin. „Damit ein Stadion wirklich inklusiv ist, müssen beispielsweise in allen Preis- und Sitzkategorien Plätze für Rollstuhlfahrer*innen sein, damit sie gemeinsam mit ihren Lieben und Freunden den Sport genießen können. Aktuell werden sie in fast allen Stadien in bestimmte Bereiche gesteckt. Das ist nicht im Sinne echter Inklusion“, erklärt Rollstuhlbasketballer Christoph Pisarz.

Über 7.100 Unterzeichner*innen, unter ihnen Stars der Berliner Sportszene wie Robert Harting, sowie Politiker aller demokratischen Parteien, sehen das genauso. Vor allem die die lokalen Vereine, wie der SV Empor und Rotation Prenzlauer Berg, mit ihren langen Wartelisten voll sportwilliger Kinder, profitieren vom neuen Sportpark. Neben einem inklusiven Stadion sollen zwei neuen Kunstrasenplätzen und zwei Sporthallen (davon eine Wettkampfhalle mit 2.000 barrierefreien Plätzen) entstehen. Zudem wird der Individualsport mit zusätzlichen Flächen bedacht und es ist die Schaffung des „Kompetenzzentrum für InklusionsSport (KIsS)" für die inklusive Aus- und Weiterbildung von Übungsleiter*innen und Sportlehrer*innen, insb. auch von Menschen mit Behinderungen geplant. Alles geschieht unter Berücksichtigung des Umwelt- und Naturschutzes, sowie der Quartiersentwicklung rund um den Berliner Mauerpark.

Weitere Informationen und den Link zum Unterschreiben der Petition, die ohne Enddatum weiterläuft, unter www.inklusionssportpark.de

Die Petition wurde auch durch viele Engagierte für eine inklusive Gesellschaft, darunter u.a. der Landesbehindertenbeirat Berlin und Raul Krauthausen, unterstützt.

Den Text der Resolution der 12 Bezirks- und der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung gibt es unter www.inklusionssportpark.de/blog/