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Kinder-Trio unterstützt Berliner Inklusions-Tauchclub mit Spendenlauf

Drei stehende Jungs in Sportsachen. Der mittlere hält ein Schild mit der Aufschrift: "Wir laufen für den 1. Berliner Inklusions-Tauchclub."

Pascal, Janik und Johannis (v.l.) unterstützten ihren 1. Berliner Inklusions-Tauchclub mit einem Spendenlauf. ©privat

Der 1. Berliner Inklusions-Tauchklub e.V. hat in der schweren Phase der Corona-Krise unerwartete Hilfe von drei jungen Mitgliederen erhalten. Pascal (13), Janik (13) und Johannis (11) organisierten einen Spendenlauf zugunsten ihres Tauchvereins und sammelten 341€.

Fred Anlauf, Vorsitzender des 1. Berliner Inklusions-Tauchclub, zeigte sich sehr erfreut von der Aktion seiner jungen Mitglieder: "Da die Kinder zurzeit nicht zur Schule gehen, wollten die Eltern, dass die Kinder nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen und haben ihnen vorgeschlagen, sich sportlich zu betätigen. Die Idee, gleichzeitig etwas für ihren Sportverein zu tun, stammt von den Kindern selbst. Da sie bei uns eine kostenlose Tauchausbildung erhalten und dabei viel Freude haben, wollten sie unserem Tauchclub mit ihrer Spende etwas zurückgeben."

Der Verein wurde 2015 gegründet und engagiert sich über den Tauchsport hinaus für die Förderung der Inklusion behinderter Menschen, trägt zur Erhaltung und Pflege heimischer Gewässer bei und führt aktive Maßnahmen im Sinne des Umweltschutzes durch. Auch wenn der Verein Gemeinwohl und Gemeinnützigkeit vorlebt, hätte Anlauf nicht mit einer Unterstützung durch die Kinder gerechnet: "Wir wurden von ihrer Aktion völlig überrascht und freuen uns sehr über die 341,00 €, die sie unserem Tauchclub überwiesen haben. Wenn 11 bis 13 Jahre alte Kinder eine solche Aktion starten und für Ihren Tauchclub Geld sammeln, hat das für uns einen größeren Stellenwert, als eine 5000€-Spende einer großen Institution."

Der Lauf fand auf einer Inlineskatingbahn in der Berliner Wuhlheide statt. Die Jungs haben zuvor im Familien- und Freundeskreis die Spender angesprochen und um Hilfe für den Verein gebeten. Spenderkarten wurden ausgefüllt und mit jeder gelaufenen Runde erhöhte sich der Spendenbetrag. Eine wilkommene Unterstützung für den 1. Berliner Inklusions-Tauchclub. "Als kleiner Inklusions-Tauchclub sind wir finanziell nicht auf Rosen gebettet und können jeden Euro gut gebrauchen. Noch viel wichtiger als das Geld, ist für uns als Inklusions-Tauchclub, die Anerkennung unserer Vereinsarbeit, die durch die Initiative der Eltern und durch die Aktion der Kinder zum Ausdruck gebracht wurde. Sie hat uns gezeigt, dass wir in unserem Inklusions-Tauchclub vieles richtig machen und der Gedanke der Gemeinnützigkeit und der Ehrenamtstätigkeit gelebt wird", so Anlauf.

Auch beim Behinderten- und Rehabilitationssportverband Berlin (BSB) fand das Verhalten der drei Jungs großen Anklang. "Wenn sich so junge Mitglieder derart mit dem Verein identifizieren können, ist das ein großartiger Vertrauensbeweis für die Arbeit im Tauchclub", erklärt Özcan Mutlu, Präsident des BSB, der in dem Verfahren Potenzial für Nachahmung sieht: "Vielleicht hat eine solche Aktion eine Strahlwirkung auf andere Vereine, die ihrerseits in dieser schweren Phase mit kreativen Ideen Spendengelder sammeln können. Ich möchte den drei Kindern persönlich für ihr Engagement danken. Hoffentlich folgen viele ihrem Beispiel, dann können unsere Vereine diese Krise überstehen."