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Rollstuhltennis, zur Not auch gegen den Rat der Ärzte

Die Brüder Max und Marcus Laudan haben eine multiple epiphysäre Dysplasie. Das hindert sie aber nicht am Rollstuhltennis.

Zwei junge Herren blicken lächelnd in die Kamera und tragen weiße T-Shirts mit der Aufschrift Rollstuhltennis Deutschland.

Die Brüder Max und Marcus Laudan aus Berlin haben noch viel vor im Rollstuhltennis.

Dieser Artikel von Annette Kögel wurde am 03.06.2020 vom Tagesspiegel veröffentlicht. Zum Originalartikel geht es hier.

Die Geschichte, die ich am Rande der Paralympics in London im Jahr 2012 im Stadion durch Zufall erfahren habe, ist bis heute unvergessen. Ein Schwimmer aus dem Team Südafrika erzählt sie mir, Achmat Hassiem. Der hatte so ein Strahlen, wie sein jüngerer Bruder Taariq, so dass ich beide ansprach. Der große Bruder hatte seinem kleinen Bruder bei einer Hai-Attacke das Leben gerettet – und dabei selbst sein rechtes Bein verloren.

„Mein jüngerer Bruder Taariq und ich hatten an einem Rettungsschwimmerkurs teilgenommen, als Taariq um Hilfe schrie“, erzählte Achmat damals im grüngelben Südafrikadress. Ein knapp fünf Meter langer Weißer Hai. Achmat sagte, er tat das „was ein großer Bruder macht“, er lenkte die Aufmerksamkeit des Tieres auf sich. „Als mich der Hai unter Wasser zog, da war mir klar, jetzt muss ich um mein Leben kämpfen“, sagt der beinamputierte Achmat Hassiem. Achmat trainierte mit der südafrikanischen und ebenfalls beinamputierten Schwimmerin Natalie du Toit, beide kannten sich aus der Schule. Im Jahr 2008 in Peking hat er das erste Mal an den Paralympics teilgenommen.

Nun gibt es wieder zwei Brüder, die Geschichte schreiben wollen. Die Berliner Laudan-Brüder – sie sind Zwillinge, und sie haben beide die gleiche Behinderung und den gleichen Traum: Die Berliner Max und Marcus Laudan wollen erstmals seit 2004 als deutsche Rollstuhltennis-Männer bei den Paralympics dabei sein. Die Para-Qualifikation im März in den USA war indes ein Fehlstart für die Brüder, nach nur einem Turnier mussten beide wegen der Coronavirus-Pandemie wieder zurückreisen.

Den kompletten Artikel könnt ihr hier lesen.