Teilnehmer_innen

Was ist Rehabilitationssport?

Rehabilitationssport ist eine ergänzende Leistung zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben. Gesetzlich wird dies im SGB IX §64 Abs. 1 definiert und zeichnet sich vorallem durch Sport auf ärztlicher Verordnung aus. Rehasport richtet sich vorrangig an Menschen mit oder mit drohender Behinderung sowie an chronisch Erkrankte. 

Wie wirkt Rehabilitationssport?

Rehasport wirkt mit den Mitteln des Sports ganzheitlich auf den Menschen und dient dem primären Ziel der Verbesserung und Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit wie Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit. Zudem soll es eine Steigerung des psychischen Wohlbefindens bewirken sowie zur Erhaltung und Stabilisierung personaler und sozialer Kompetenzen beitragen. Des Weiteren wird ebenfalls eine Förderung der selbstbestimmten und gleichberechtigten Teilhabe am Arbeitsleben sowie in der Gesellschaft angestrebt. Ein weiteres Ziel von Rehasport ist zudem die Stärkung des Selbstbewusstseins. Zusammenfasend lässt dich also sagen, dass Rehabilitationssport eine Hilfe zu Selbsthilfe darstellt, mit dem Ziel den Menschen langfristig und eigenständig zum Sport zu motivieren und somit Folgeverletzungen oder Verschlimmerungen der Erkrankungen zu verhindern sowie zum eigenverantwortlichen Bewegungstraining zu motivieren.

Wo können Sie Rehabilitationssport betreiben?

Rehasport können Sie in vielen unserer eingetragenden Vereine praktizieren. Hierbei wählen Sie persönlich den Verein aus, welcher zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt und die jeweiligen angepassten Sportmöglichkeiten anbietet. Um eine einfache Suche der bei uns gelisteten und lizensierten Rehasport-Angebote zu ermöglichen, finden Sie diese in unserer Datenbank.  

Was müssen Sie tun?

1. Sprechen Sie mit Ihren behandelnden Ärzt_innen über die Möglichkeit am Rehabilitationssport teilzunehmen. Wird der  Bedarf von Rehabilitationssport festgestellt, wird Ihnen eine Verordnung mitgegeben.

2. Die Verordnung übergeben Sie der Krankenkasse und lassen sich die Kostenübernahme bestätigen.

3. Sofern Ihre Krankenkassen den Rehabilitationssport genehmigt hat, können Sie auf unserer Datenbank eine Rehasportgruppe auswählen und diese kontaktieren.

Vereine

Bewegung und Sport als Gesundheitssport hat in den vergangenen Jahren eine große Bedeutung erlangt. Der Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband Berlin e.V. (BSB) hat diesen Wandel in Berlin begleitet. Als Fachverband für Rehabilitation durch Sport unterstützen wir unsere Vereine und Leistungserbringer und vertreten ihre Interessen gegenüber den Krankenkassen, den Verbänden, der Politik und anderen Akteur_innen.

Der Rehabilitationssport ist bedeutsam für Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen und Beeinträchtigungen. Diese Zielgruppe schätzt die kompetente Betreuung unserer Vereine und Leistungserbringer von Rehabilitationssport sowie die Betreuung durch die von uns ausgebildeten Übungsleiter_innen.

Sie sind bereits bei uns als Leistungserbringer anerkannt? Sie möchten zukünftig Rehabilitationssport anbieten? Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Für den schnellen Zugriff auf Dokumente und Vorlagen steht der Bereich „Downloads" unten rechts zur Verfügung.

Der Berliner Senat hat am 15.06.21 die Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beschlossen. Diese wird zum 18. Juni 2021 in Kraft treten und zunächst bis zum 11. Juli 2021 gelten. Mit der Dritten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vollzieht der Senat einen weiteren der bereits im Mai 2021 diskutierten Öffnungsschritte und reagiert damit auf die seit mehreren Wochen sinkenden Neuinfektionszahlen.

 

Sport im Freien

Sport im Freien ist ohne Personenbeschränkung und ohne Testpflicht erlaubt. Der Mindestabstand von 1,5 Meter darf bei der Sportausübung unterschritten werden. Das heißt, es können alle Sportarten mit und ohne Kontakt wieder stattfinden.

 

Sport in gedeckten Sportanlagen, Fitnessstudios und ähnliches

Sport in Innenräumen ist ohne Personenbeschränkung erlaubt, wenn alle Anwesenden tagesaktuell negativ getestet sind. Auch hier darf der Mindestabstand von 1,5 Meter bei der Sportausübung unterschritten werden. Das heißt, es können alle Sportarten mit und ohne Kontakt wieder stattfinden, wenn alle negativ getestet sind.

 

Keinen negativen Test benötigen:
  • Bundes- und Kaderathlet:innen sowie Berufsporttreibende
  • Ärztlich verordneter Rehabilitationssport oder ärztlich verordnetes Funktionstraining in festen Gruppen bis maximal 10 Personen plus einer übungsleitenden Person
  • Trainingsgruppen mit Sporttreibenden bis einschließlich 14 Jahre in Gruppen bis zu 20 Personen plus eine Betreuungsperson (AUSNAHME: Betreuungsperson muss tagesaktuell negativ getestet sein, maximal jedoch zweimal wöchentlich)

 

Sport in gedeckten Sportanlangen und Sporträumen, Fitnessstudios und ähnliches darf nur stattfinden, wenn die vom Senat festgelegten Hygiene- und Schutzstandards des Hygienerahmenkonzepts eingehalten werden. Dieses finden Sie hier: https://www.berlin.de/sen/inneres/sport/sportmetropole-berlin/broschueren-flyer-rechtsvorschriften/#Hygienerahmenkonzepte

 

Umkleiden und Duschen
  • Die Anzahl der pro Kabine zugelassenen Personen ist ausnahmslos einzuhalten.
  • Ab Betreten des Gebäudes muss bis zum Verlassen des Gebäudes eine FFP2-Maske getragen werden (außer während des Duschens)
  • Die Fenster bzw. Lüftungsgelegenheiten müssen geöffnet werden.
  • Der Aufenthalt in den Kabinen soll so kurz wie möglich gestaltet werden und nur für das Umkleiden genutzt werden.

 

Bäder

Strand- und Freibäder sowie Hallenbäder können nach vorheriger Genehmigung des örtlich zuständigen Gesundheitsamtes geöffnet werden. Die Genehmigung erfolgt auf der Grundlage eines von den jeweiligen Betreibern vorzulegenden Nutzungs- und Hygienekonzept. Soweit Bäder an Dritte verpachtet oder zur vorrangigen Nutzung überlassen wurden, gelten diese Dritten als Betreiber. Für die Nutzung von Hallenbädern gilt ebenfalls die Testpflicht, das Tragen einer FFP2 Maske in allen Innenräumen außer bei der Sportausübung selbst und die Dokumentationspflicht aller Anwesenden.

 

Personenobergrenzen

Auch wenn keine Personenobergrenzen grundsätzlich festgelegt sind, orientiert sich die maximal mögliche Gesamtzahl der zeitgleich zulässigen Nutzenden an der Größe der Sporthalle und des Sportraumes. Die zulässige Anzahl gleichzeitig die Sporthalle nutzender Gruppen richtet sich nach der Anzahl der vorhandenen Umkleiden. Beides muss im Hygiene- und Schutzkonzept festgelegt sein.

 

Schutz- und Hygienekonzept

Weiterhin muss ein Schutz- und Hygienekonzept vorgehalten werden, dass auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen ist. Die Verantwortlichen sind verpflichtet vor Beginn jeder Sporteinheit die Einhaltung der Testpflicht zu kontrollieren und auf die Einhaltung des Schutz- und Hygienekonzepts hinzuweisen sowie für dessen Umsetzung Sorge zu tragen. Das des Schutz- und Hygienekonzept muss mindestens Vorgaben zu Personenobergrenzen, Steuerung des Zutritts, Sicherstellung der Kontaktverfolgung, Testpflichten und zur Belüftung der Räume und ggf. zur Terminbuchung machen.

 

Der Berliner Senat hat zur Nutzung von gedeckten und ungedeckten Sportanlagen sowie für Fitness und Krafträume ein Rahmenkonzept erstellt. In diesen finden Sie z.B. die genauen Angaben zur Auslastungsgrenze/ Personenobergrenze nach Raumgröße im Sport in gedeckten Sportanlangen und Sporträumen. Die Rahmenkonzepte finden Sie hier: https://www.berlin.de/sen/inneres/sport/sportmetropole-berlin/broschueren-flyer-rechtsvorschriften/#Hygienerahmenkonzepte

 

Anwesenheitsdokumentation

Es besteht weiterhin die Pflicht zum Führen einer Anwesenheitsdokumentation. Die Nutzung digitaler Anwendungen ist erlaubt. Die Anwesenheitsdokumentation darf ausschließlich zum Vollzug infektionsrechtlicher Vorschriften, insbesondere zur Kontaktnachverfolgung genutzt werden und muss die folgenden Angaben enthalten: 1. Vor- und Familienname, 2. Telefonnummer, 3. Bezirk oder Gemeinde des Wohnortes oder des Ortes des ständigen Aufenthaltes, 4. vollständige Anschrift oder E-Mail-Adresse, 5. Anwesenheitszeit 6. Durchführung der Testung oder Vorlage einer Bescheinigung über Testung, Impfung, Genesen sein.

 

Medizinische Gesichtsmaske & Mund-Nasen-Bedeckung

In gedeckten Sportanlagen und Sporträumen und den dazugehörigen Räumen wie Umkleiden und WCs ist, außer bei der Sportausübung selbst, eine FFP2-Maske zu tragen. In Büro- und Verwaltungsgebäuden müssen Beschäftigte eine medizinische Gesichtsmaske und Besucher:innen eine FFP2-Maske tragen, wenn sie sich nicht an einem festen Ort aufhalten.

 

Testszenario im Sport 

Wenn von einer Testpflicht die Rede ist, ist damit gemeint, dass entweder:

  1. vor Ort ein Point-of-Care (PoC)-Antigen-Test auf eine Infektion durchführt wird und dieser ein negatives Testergebnis zeigt (Teststelle vor Ort) oder
  2. unter der Aufsicht eines Verantwortlichen oder einer beauftragten Personen einen Point-of-Care (PoC)-Antigen-Test zur Selbstanwendung vorgenommen wird und dieser nach korrekter Durchführung ein negatives Testergebnis zeigt (erweiterte Einlasskontrolle) oder
  3. eine schriftliche oder elektronische Bescheinigung einer Teststelle über ein negatives Testergebnis eines Point-of-Care (PoC)-Antigen-Tests innerhalb der letzten 24 Stunden vorgelegt wird oder
  4. ein schriftliche oder elektronische Bescheinigung über ein negatives Testergebnis eines aktuellen PCR-Tests vorgelegt wird, dass nicht älter als 24 Stunden ist

 

Beim Nachweis 1 und 2 muss auf Wunsch eine Bescheinigung ausgestellt werden. Die Senatsvorlage ist anzuwenden bzw. Inhalte sind daran anzupassen. Die Vorlage finden Sie hier: https://www.berlin.de/corona/media/downloads/

 

Die Durchführung der Testung oder die Vorlage einer Bescheinigung ist in der Anwesenheitsdokumentation festzuhalten.

 

Für Personen die als vollständig geimpft oder genesen gelten, entfällt die Testpflicht. Das sind:

  • Personen, die einen positiven PCR-Test nachweisen können, der mindestens 28 Tage und maximal 6 Monate zurückliegt
  • Personen, die einen mindestens sechs Monate zurückliegenden positiven PCR-Test und  eine mindestens 14 Tage zurückliegende Impfung mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff nachweisen können
  • Personen, die mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff vollständig geimpft sind und die finale Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt

 

Personen, die im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden (dies gilt für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte)

 

Für die Überprüfung der Tests, Impfbescheinigungen und Genesungen sind die jeweils für die Trainingseinheit Verantwortlichen zuständig.

 

Die Testangebotspflicht von Arbeitgeber_innen bleibt bestehen.

 

Grundsätzlich reicht ein zertifizierter Selbsttest, der im 4-Augen-Prinzip durchgeführt wird. Hierzu sind  in Abstimmung mit den zuständigen Senatsverwaltungen Testprotokolle für die Protokollierung der Selbsttestungen im Sport nach dem Vier-Augen-Prinzip erstellt worden. Die Protokollierung über das zur Verfügung gestellte Formular ist zwingend erforderlich! Folgende Hinweise dazu:

  • Die Testung kann, muss aber nicht auf der Sportanlage durchgeführt werden, möglich ist auch eine Durchführung an einem anderen Ort
  • Die Durchführung des Tests darf zeitlich nicht länger als 24 Stunden vor dem Beginn des jeweiligen Sportangebotes liegen.
  • Die Bestätigung der Testung kann ausschließlich durch volljährige Personen erfolgen, die Volljährigkeit ist daher im Formular entsprechend anzukreuzen.
  • Das Formular dient ausschließlich zum Nachweis der nach § 28b Abs. 1 Nr. 6 IfSG erforderlichen Testung der Anleitungspersonen für den Kindersport in Gruppen. Eine weitere Nutzung (z.B. zum Einkaufen o.ä.) ist nicht zulässig und auch nicht möglich, da das Dokument zur Anwesenheitsdokumentation genommen wird und nach den für diese geltenden Vorschriften aufzubewahren und zu vernichten ist.
  • Natürlich können auch Testergebnisse von offiziellen Testzentren oder Teststationen bei Anfrage vorgelegt werden.

 

Bereitstellung von Testprotokollen (Stand: 26. Mai 2021)

 

Bitte behalten Sie auch die Homepage des Landessportbund Berlin im Blick: https://lsb-berlin.net/aktuelles/coronavirus-lage/corona-faq/

Die Verordnung finden Sie diese hier: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/

 

Hygienezahlung der gesetzlichen Krankenkassen

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen erhalten Erbringer von Rehasport und Funkionstraining eine Hygienepauschale von 10% auf die erbachte Rehasporteinheiten. Bitte achten Sie darauf, dass Sie für die Abrechnung keine extra Positionsnummer benötigen. Wie Sie in der folgenden tabellarischen Übersicht einsehen können, wird der erhöhte Betrag unter den bekannten Positionsnummern abgerechnet. Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht:

Vergütutungsstrukturen Rehasport

Vergütungsstrukturen Funktionstraining

 

Alle Sonderregeln zusammegafsst finden Sie hier: Zusammenfassung_Rehasport_Funktionstraining_COVID19Pandemie

Durchführung des Rehbailitationssports unter Corona-Bedingungen

Einverständniserklärung_Teilnehmende_Corona

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist der Rehabilitationssportaktuell nur bedingt möglich. Um zumindest einen Teil der Rehabilitationssportler*innen die Weiterführung ihrer bisherigen Angebote zu ermöglichen, hat der GKV Spitzenverband d.h. die gesetzlichen Krankenkassen zugestimmt, den Rehabilitationssport in Form von Tele-/ Online-Angebote befristet zu finanzieren.

 

Die Fortführung des Rehabilitationssports stellt eine reine befristete Übergangslösung während der COVID - 19 - Pandemie dar. Aktuelle kann bis zum 30.06.2021 Tele-/Online-Rehasport angeboten und abgerechnet werden.

 

Um Rehabilitationssport als Tele-/ Online Angebot anbieten, durchführen und abrechnen zu können, müssen bestimmte Bedingungen und Strukturen erfüllt und einen Antrag auf Anerkennung gestellt werden. Eine Anerkennung ist nur für Angebote möglich, die bereits vorher zertifiziert waren und deren Gültigkeit nicht abgelaufen ist. Neue Angebote können derzeit nicht anerkannt werden.

 

Alle Voraussetzungen finden Sie im Antrag auf Anerkennung. Die häufigsten Fragen haben wir Ihnen in den FAQs Tele-Rehasport beantwortet.

 

 

Ihre Teilnehmenden müssen der Teilnahme zustimmen. Bitte nutzen Sie die DBS Vorlage oder reichen Sie Ihre Vorlage zur Prüfung bei uns ein.

 

 

Voraussetzungen für eine Anerkennung als Leistungserbringer von Rehabilitationssport

Um Rehabilitationssport anbieten zu können, ist die Anerkennung als Leistungserbringer und Zertifizierung der einzelnen Angebote notwendig. Um einen Antrag auf Anerkennung zu stellen, müssen bestimmte formale Voraussetzungen erfüllt sein.

 

  • ordentliche oder außerordentliche Mitgliedschaft im Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband Berlin e.V. beantragen - weiter mit Vereinsservice
  • qualifizierte Übungsleitung auf der Grundlage der Qualifikationsanforderung der BAR - weiter mit sportbildung.berlin
  • ärztliche Betreuung und Überwachung der Rehasportgruppen - weitere Informationen im Abschnitt „medizinische Betreuung und Überwachung“
  • Institutionskennzeichen (IK-Nummer) - weitere Informationen im Abschnitt „Informationen zur Abrechnung“
  • Versicherung für Nichtmitglieder muss abgeschlossen sein - weitere Informationen im Abschnitt „Durchführung von Rehabilitationssport“

Ablauf des Anerkennungsverfahren

Den Antrag auf Anerkennung stellt der zukünftige Rehasportanbieter. Der BSB prüft jedes einzelne beantragte Angebot. Bei erfolgreichem Antrag wird das Angebot für zwei Jahre zertifiziert und mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Jedes zertifizierte Angebot wird durch den BSB den Krankenkassen übermittelt. Der Rehasportanbieter ist verpflichtet Änderungen des Angebots unverzüglich dem BSB mitzuteilen. Die Anerkennung eines Angebots kann nach zwei Jahren verlängert werden, durch einen Antrag auf Verlängerung vor Ablauf der Gültigkeit. Angebote, die nicht mehr stattfinden, müssen dem BSB mitgeteilt werden und werden durch den BSB bei den Krankenkassen abgemeldet.


Zertifizierungsgebühr

Je Angebot beträgt die Zertifizierungsgebühr 9,99 €. Dieser Beitrag reduziert sich jedoch durch die bei uns gemeldeten Mitglieder in Ihrem Verein. Für jeweils sieben gemeldete Mitglieder ist eine Zertifizierung gratis. Im optimalsten Fall bleibt die Zertifizierung aller Angebote kostenfrei.

Der Hauptantrag besteht aus:

 

Formular E - Erklärung zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben (Dieses Formular muss 1 x je Verein in der aktuell gültigen Fassung mit Unterschrift des Vertretungsberechten beim BSB eingereicht werden)

 

Formular AN - Anerkennung Rehasportgruppe (Dieses Formular dient der Anerkennung neuer Rehasport-Angebote und muss für jedes Angebot eingereicht werden)

 

Formular AP - Ansprechperson Rehasport (Dieses Formular ist einmalig von der/den Ansprechperson/en der Angebote beim BSB einzureichen. Sollte es eine Änderung der Ansprechperson im Rehasport geben, ist das erneute Einreichen des Formulars AP erforderlich.)

 

Checkliste - zur Beantragung der ersten Anerkennung.


Zur Verlängerung reichen Sie bitte ein:

 

Formular VL - Verlängerungsantrag (Dieses Formular kann zur Verlängerung mehrerer Angebote genutzt werden und sollte zusammen mit einer aktuellen Korrekturliste eingereicht werden. Korrekturlisten werden vom BSB übersendet.)

 

Checkliste - zur Beantragung der Verlängerung bestehender Angebote.


Immer ausfüllen zum Verbleib im Verein müssen Sie:

 

Formular ÜL - Übungsleitung (Dieses Formular ist von der Übungsleitung zu unterschreiben)

 

Formular M - medezinische Betreuung oder Überwachung (Dieses Formular ist einmalig von der medizinischen Betreuung zu unterschreiben)

 

Das Vorliegen dieser Formulare kann jederzeit vom BSB überprüft werden bzw. können diese angefordert werden. Der BSB übernimmt gerne die Aufbewahrung der Formulare für seine Mitglieder.


Zur Begründung ausnahmenbedingter Überschreitung der Teilnehmer_innen-Anzahl reichen Sie bitte das Formular TN ein.

SGB IX und Sachleistungsprinzip

Die gesetzliche Grundlage zur Durchführung von Rehabilitationssport ist in § 64 SGB IX begründet. In Verbindung mit dem SGB I und dem SGB V gilt im Rehasport das Sachleistungsprinzip. Das bedeutet, dass mit der pauschalen Vergütung der Krankenkasse alle Kosten zur Durchführung des Rehabilitationssports abgegolten sind. Es ist daher nicht zulässig Zusatzbeiträge, Vorauszahlungen oder Mitgliedschaften verpflichtend zu fordern.

Die Rehabilitationsträger begrüßen jedoch ausdrücklich eine freiwillige Mitgliedschaft der Teilnehmenden im Sinne regelmäßiger nachhaltiger Angebote im Rahmen einer Vereinsmitgliedschaft. Dabei darf aber kein Zwang zur Mitgliedschaft ausgeübt werden.


Rahmenvereinbarung

Die strukturelle Umsetzung der gesetzlichen Grundlage erfolgt durch die „Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 01.01.2011“. Mit der Rahmenvereinbarung wird sicher gestellt, dass Rehasport als ergänzende Leistung nach einheitlichen Grundsätzen erbracht wird. Die Rahmenvereinbarung gilt für alle.

 

Hier finden Sie die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport vom 01.01.2011


Vereinbarung zur Durchführung und Finanzierung

Über die Rahmenvereinbarung hinaus bestehen mit den einzelenen Rehabilitationsträgern weiterführende Verträge. Sie legen weitere Bestimmungen zur Durchführung fest und enthalten die aktuellen Vergütungen.

    Vereinbarungen mit den Ersatzkassen (vdek)

    Vereinbarungen mit den Primärkassen

    Vereinbarungen mit der DGUV und der Deutschen Rentenversicherung (DRV-Bund)


    DBS Durchführungsrichtlinien

    Der Deutsche Behindertensportverband e.V. (DBS) und seine Landesverbände, d.h. auch der BSB,  haben Richtlinien zur Durchführung des Rehabilitationssports formuliert. Diese Richtlinien zur Durchführung legen die Mindeststandards zur Qualitätssicherung fest. Viele Grundsätze der Rahmenvereinbarung und der Vereinbarung zur Durchführung und Finanzierung sowie darüber hinaus, werden praxisnah erläutert und erklärt.

     

    Die DBS Richtlinien können Sie hier einsehen: Richtlinie zur Durchführung des Rehasports im DBS.pdf

      Verordnung und Kostenübernahme

      Die Verordnung von Rehabilitationssport erfolgt auf dem Formular 56 durch die behandelnden Ärzt_innen. Nach einer Anschlussheilbehandlung kann auch eine Rehabilitationsklinik über das Formular G 850 Rehabilitationssport verordnen. Die Verordnung enthält neben der Diagnose, den Grund der Verordnung und dem Rehabilitationsziel auch Informationen zu empfohlener Dauer, Häufigkeit und geeigneter Rehabilitationssportart.

       

      Beide Formulare (Muster 56/ G 850) stellen gleichzeitig ein Antrag auf Kostenübernahme dar. Das Formular 56 muss zur Bewilligung bei der Krankenkasse durch die zukünftig teilnehmende Person eingereicht werden. Das Muster G 850 gilt als sofort genehmigt.

       

      Hier können Sie das aktuelle Muster 56  und das aktuelle Formular G 850 einsehen.


      Erstberatung und Beratungsprotokoll

      Es besteht eine Dokumentationspflicht bei der Erstberatung von Teilnehmer_innen am Rehabilitationssport. Aus der Dokumentation muss insbesondere die Freiwilligkeit im Falle einer Mitgliedschaft und die Möglichkeit zur zuzahlungsfreien Teilnahme am ärztlich verordneten Rehassport hervorgehen. Die Dokumentation erfolgt auf einem standarisierten Beratungsprotokoll. Mit Hilfe des bundeseinheitlichen Beratungsprotokolls des Deutschen Behindertensportverband e.V. (DBS) gibt es eine mögliche Vorlage für die Dokumentation einer ordnungsgemäßen Beratung. Bei Veränderungen am DBS-Beratungsprotokoll oder Nutzung eigener Vorlagen, ist die Freigabe durch den BSB erforderlich.

       

      Die DBS Vorlage finden Sie hier: Beratungsprotokoll


      Teilnahmebestätigung

      Mit der Teilnahmebestätigung wird jede Teilnahme am Rehabilitationssport belegt und dokumentiert. Die Teilnahmebestätigungliste ist Vertragsbestandteil der Vereinbarung zur Durchführung und Finanzierung von Rehasport und stellt ein Abrechnungsformular dar. Auf der Teilnahmebestätigung muss jede teilnehmende Person eines Rehasport-Angebotes durch Datum und Unterschrift ihre Teilnahme bestätigen. Die Bestätigung erfolgt immer vor Ort und unmittelbar vor oder nach der Übungseinheit. Unterschriften dürfen nicht vorweg oder nachträglich geleistet werden. Je nach Krankenkasse gibt es unterschiedliche Teilnahmebestätigungslisten. Sofern diese nicht genutzt werden, können Abrechnungen verweigern werden. 

       

      Hier finden Sie die aktuelle Teilnahmebestätigung der Primärkassen und der Ersatzkassen (vdek). Die Deutsche Rentenversicherung (DRV Bund) stellt Ihre Teilnahmebestätigung mit der Kostenübernahme zur Verfügung.


      Erklärung zur regelmäßigen Teilnahme

      Das Rehabilitationsziel kann nur durch regelmäßge Teilnahme der Rehasportler_innen erreicht werden. Unterbrechungen sollten daher begründete Ausnahmen (z.B. Urlaub, Krankheit etc) bleiben. Es ist zulässig, Teilnehmer_innen bei wiederholtem Fernbleiben ohne ausreichende Entschuldigung (vor dem Hintergrund der individuellen Lebenssituation, z.B. alters- oder behinderungsbedingte Einschränkung der Mobilität, Verlauf der Erkrankung etc.) von der weiteren Teilnahme auszuschließen und den Platz an eine andere Person zu vergeben. Hierüber ist die kostenübernehmende Krankenkasse zu informieren. 

       

      Wir empfehlen die Erklärung zur regelmäßigen Teilnahme als Eingangsinformation für ihre Rehasportler_innen zu verwenden.

      Leistungserbringer von Rehabilitationssport müssen eine pauschale Unfallversicherung für die Teilnehmer_innen an den Übungsveranstaltungen abschließen. Der Leistungserbringer ist damit für die Unfallversicherung seiner Teilnehmer_innen verantwortlich und weist diese der anerkennenden Stelle, d.h. dem BSB, nach (vgl. Rahmenvereinbarung 17.2 und Anlagen). Teilnehmende, die eine freiwillige Mitgliedschaft neben dem Rehabilitationssport eingegangen sind (Mitglieder), sind über die Gruppenunfallversicherung des Landessportbundes Berlin versichert. Teilnehmende, die keine freiwillige Mitgliedschaft wünschen (Nichtmitglieder), müssen vom Verein Unfallversichert werden. Rehasportanbieter können eine eigene Versicherung abschließen oder die BSB-Gruppenunfallversicherung für Nichtmitglieder nutzen.

      Vorgehen bei Unfällen 

      Bei Unfällen oder weiteren Schadensmeldungen müssen folgende Schritte befolgt werden:

      1. Klärung, ob es sich bei der verletzten Person bzw. des Schadens um ein Mitglied oder Nichtmitglied von Rehasport handelt.
      2. Ist die Zuteilung erfolgt, wählen Sie das entsprechende Formular und füllen dieses aus.
      3. Das ausgefüllte Formular muss beim BSB eingereicht werden, gerne auch per E-Mail.
      Versicherung für Vereinsmitglieder

      Die teilnehmende Person gilt als Vereinsmitglied, wenn eine freiwillige Mitgliedschaft eingegangen wurde und diese Person eventuell sogar weitere Vereinsangebote in Anspruch nimmt. In diesem Fall greift die Sportversicherung des Landessportbundes Berlin.

      Schadenanzeige-Sportunfall-LSB

      Haftpflicht-Schaden-Formular-LSB

      Versicherung für Nicht-Mitglieder

      Die teilnehmende Person gilt als Nicht-Mitglied, wenn diese eine freiwillige Mitgliedschaft ablehnt und ausschließlich am ärztlich verordneten Rehasportangebot teilnimmt. In diesem Fall greift die BSB-Gruppenunfallversicherung.

      Schadenmeldung-Unfall-Münchner Verein

      Ein Qualitätskriterium im Rehabilitationssport ist die medizinische Betreuung der Rehasportgruppe und die medizinische Überwachung im Herzsport. Medizinische Betreuung ist eine bedarfsabhängige beratende Tätigkeit von Ärzt_innen. Dies kann auch während der Übungsveranstaltung der Fall sein. Ob ein Bedarf vorliegt, kann in erster Linie die Übungsleitung feststellen. Die ärztliche Betreuung der Rehabilitationssportgruppe ist als Bindeglied zwischen der verordnenden ärztlichen Person und der Rehabilitationssportgruppe zu verstehen. Sie kann bei Bedarf die behandelnden bzw. verordnenden Personen über wichtige Aspekte der Durchführung des Rehabilitationssports informieren, sofern dies für die Verordnung/Behandlung von Bedeutung ist. Erste Ansprechpersonen für die Teilnehmenden bleiben die behandelnden Ärzt_innen.

       

      Im Herzsport ist die ständige und persönliche Anwesenheit der Ärzt_innen erforderlich. Seit dem 31.07.2017 gilt eine modifizierte Auslegung der ständigen persönlichen Anwesenheit einer ärztlichen Überwachung von Herzgruppen. Demnach können, unter bestimmten Voraussetzungen, bis zu drei Herzgruppen in räumlicher Nähe unter Anwesenheit von mindestens einer ärztlichen Betreuung durchgeführt werden. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, kann hier nachgelesen werden:

      Sonderregelung Herzsport

      Für die Abrechnung ist der anerkannte Rehasportanbieter verantwortlich. Die Abrechnungsregeln sind in den jeweiligen Vereinbarungen zur Durchführung und Finanzierung festgelegt. Für die Abrechnung wird ein Institutionskennzeichen – auch IK genannt - benötigt. Die Leistungserbringer sind zudem verpflichtet, Abrechnungen auf elektronischem Wege durchzuführen. Wenn die Daten nicht elektronisch übermittelt werden, müssen diese von der Krankenkasse elektronisch nacherfasst werden. Dies zieht eine pauschale Rechnungskürzung von 5% nach sich. Die Deutsche Rentenversicherung Bund ist hier eine Ausnahme. Die DRV Bund verlangt manuelle Abrechnungen auf Papier und erlaubt keinen Drittdienstleister (z.B. Abrechnungszentrum) dazwischen zu schalten.

       

      Daraus ergeben sich 4 verschiedene Abrechnungswege:

       

      • Beauftragung eines Dienstleisters, z.B. Abrechnungszentrum, Onlineerfassung
      • Abrechnung über einen Kooperationspartner: Wenn z.B. mit einer physiotherapeutischen Praxis eine Kooperation besteht, könnte diese Praxis mit der Abrechnung des Rehabilitationssports beauftragt werden.
      • eigene Erfassung und elektronische Übermittlung der Daten mit einer Software
      • Papierabrechnung ist auch weiterhin möglich und bei der DRV Bund verpflichtend. Bei allen anderen erfolgt eine pauschale Rechnungskürzung von 5 %

       

      Das Institutionskennzeichen (IK)

      Das IK ist ein eindeutiges Merkmal zur Abrechnung mit den Trägern der Sozialversicherung. Das IK ist eine neunstellige Ziffernfolgen, hinter denen sich ein Datensatz verbirgt, auf dessen Grundlage der Zahlungsverkehr mit den Leistungserbringern abgewickelt wird. Die ARGE IK (Arbeitsgemeinschaft Institutionskennzeichen) vergibt und pflegt sogenannte Institutionskennzeichen (IK). Das IK ist in jedem Schriftverkehr mit den Kostenträgern anzugeben.  Ebenso ist das IK bei der Beantragung von Rehasportangeboten bei uns anzugeben. Dieses wird dann durch den BSB bei jedem zertifizierten Angebot dem Kostenträger mitgeteilt.  

      Die Vergütungen für den Rehabilitationssport werden mit Krankenkassen bzw. Krankenkassenverbänden direkt verhandelt. Auf Landesebene verhandeln wir als BSB mit den Primärkassen. Die Ersatzkassen, die Deutsche Rentenversicherung und die DGUV (Unfallversicherung) verhandeln auf Bundesebene mit unserem Dachverband dem Deutschen Behindertensportverband e.V. Für die Abrechnung ergibt sich daher eine nicht einheitliche Vergütungsstruktur.

       

      Die aktuelle Vergütungsstruktur finden Sie in den jeweiligen Vereinbarungen zur Durchführung und Finanzierung und als Übersicht hier -Vergütungsstrukturen 2020.

       

      Günstigkeitsklausel und Vergütungsstruktur

      Bei der Vergütungsstruktur ist die Günstigkeitsklausel im Vertrag mit den Ersatzkassen (§13 Vereinbarung zur Durchführung und Finanzierung) zu beachten. Diese besagt, dass die Ersatzkassen auf Landesebene nicht mehr bezahlen müssen, als andere Kostenträger zahlen. Bieten somit andere Rehabilitationssportträger auf Landesebene die gleichen Leistungen zu niedrigeren Vergütungen an, so gilt dieser niedrige Satz ebenfalls bei den Ersatzkassen.

      Rehabilitationssport zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus, die durch verschiedene Strukturen und Maßnahmen erreicht wird. Struklturell wird die Qualität durch die Rahmenvereinbarung, den Vereinbarungen zur Durchführung und den DBS Richtlinien gesichert. Auch der bundeseinheitliche Antrag auf Anerkennung und das Anerkennungsverfahren zählen zu den strukturellen Maßnahmen der Qualitätssicherung.

       

      Die anerkennende Stelle, d.h. der BSB und die Anbieter von Rehabilitationssport sind durch die vertraglichen Regelungen in der Rahmenvereinbarung und der Vereinbarung zur Durchführung dazu verpflichtet, die "Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität" zu gewährleisten und den Einsatz von "standarisierter Dokumentationen aller Qualitätsdimensionen" vorzunhemen.

      Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch den BSB
      • regelmäßge Überprüfung und Aktualisierung der anerkannten Rehabilitationssportgruppen
      • Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote für Übungsleiter_innen und Vereinsvertrer_innen
      • themenbezogene oder themenübergreifende Informationsveranstaltungen und Schreiben "Rehasport-Info"
      • unangekündigte Strukturaudits und Qualitätsaudits in den anerkannten Gruppen
      • standarisiertes Beschwerde- und Beratungsverfahren
      • persönliche und fachliche Vereinsberatung
      Maßnahmen der Qualitätssicherung des Rehasportanbieters
      • standarisierte Dokumentation von Erstberatung z.B. DBS-Beratungsprotokoll (verpflichtend) - Vorlage
      • Eingangsfragebogen als Ergänzung zur ärtzlichen Verordnung (empfohlen) - Vorlage
      • Anwesenheitsliste mit Name, Datum und dem Vermerk, ob Teilnehmer_innen an- oder abwesend bzw. entschuldigt sind (verpflichtend/ eigene Vorlage möglich) - Vorlage
      • Stundendokumentation zu Inhalten und besonderen Vorkommnissen (empfohlen) - Vorlage
      • Ergebnisqualität und Mitgliederbindung z.B durch Zufriedensheitsbefragung (empfohlen) - Vorlagen

       

      Leistungserbringer sichern die Qualität in vielfätiger Weise und entsprechend ihrer Strukturen und Bedürfnissen. Wir möchten diese Vielfalt erhalten. Alle empfohlenen Maßnahmen und Vorlagen stellen daher nur ein Angebot dar.

       

      Weiter Informationen dazu finden Sie im Dokument: Qualitätsmanagement in den Gruppen des DBS zum ärztlich verordneten Rehabilitationssport.

      Sportvereine und Leistungserbringer von Rehabilitationssport verarbeiten regelmäßig personenbezogene Daten. Im Rehabilitationssport werden zusätzlich Gesundheitsdaten erfasst, die zu den besonders schützenswerten Daten gehören. Seit dem Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung EU-DGSVO ist das Thema Datenschutz im Rehabilitationssport wesentlich präsenter. Von großen Rehabilitationssportanbietern bis hin zum ehrenamtlichen geführten kleinen Verein, alle müssen sich mit dem Schutz personenbezogener Daten und Gesundheitsdaten befassen.

       

      Der Deutsche Behindertensportverband e.V. hat in diesem Zuge den „Leitfaden – Datenschutz im Rehabilitationssport" erstellt. Der Leitfaden soll den Rehasportanbietern eine Orientierung bieten und einen Einstieg in die Thematik vereinfachen. Er beinhaltet neben grundsätzlichen Hinweisen rund um den Datenschutz, Informationen zum Datenschutz innerhalb des Anerkennungsverfahrens sowie bei der Durchführung.

       

      Den „Leitfaden – Datenschutz im Rehabilitationssport" stellen wir Ihnen hier zur Verfügung.

       

      Neben vielen anderen Regelungen besteht unter anderem eine Informationspflicht zur Datenerhebung. In bestimmten Fällen ist die Einwilligung zur Datenerhebung, Datenverarbeitung und Datenweitergabe notwendig. Das betrifft zum einen personenbezogene Daten und Gesundheitsdaten von Rehasportteilnehmer_innen und Interessierten als auch die Verarbeitung personenbezogener Daten im Anerkennungsverfahren. Um Ihnen eine Hilfestellung zu bieten, wurden Vorlagen entwickelt, die Sie gerne verwenden dürfen.

       

      Ärzt_innen

      Rehabilitationssport – individuell abgestimmt

      Mit der Verordnung gibt die Medizin die Art und Intensität des Bewegungsangebotes (z.B. Gymnastik, Schwimmen, Bewegungsspiele in der Gruppe) vor. Die Umsetzung erfolgt durch speziell qualifizierte Übungsleiter_innen, die auf die Teilnehmenden eingehen und mit ihnen intensiv an der Erreichung des individuellen Rehabilitationsziels arbeiten.

      Rehabilitationssport – erfolgreich durch Vielfalt und gruppendynamische Effekte

      Rehabilitationssport verfolgt das Ziel einer dauerhaften Eingliederung in Gesellschaft und Arbeitsleben, das Erreichen größtmöglicher Selbstständigkeit und Teilhabe sowie Hilfe zur Selbsthilfe.

      Rehabilitationssport ist eine wertvolle Ergänzung des therapeutischen Angebotes und in § 64 des Sozialgesetzbuches IX sowie in der Rahmenvereinbarung definiert. Mit der Verordnung wird Patient_innen mit oder mit drohender Behinderung sowie chronischer Erkrankung die Chance eröffnet, durch Bewegung, Spiel und Sport in der Gruppe Defizite z.B. im motorischen, kognitiven und psychischen Bereich abzubauen. So sollen diese wieder zu mehr Leistungsfähigkeit, Teilhabe und Lebensfreude zurückfinden.

      Beispiele für Rehabilitationsziele:

      • Verbesserung der Funktionen des Haltungs- und Bewegungsapparates
      • Stärkung/Erhalt von Ausdauer und Funktionen des Kardiovaskulären Systems, der Lungenfunktion, des Stoffwechsels und der endokrinen Organe
      • Wiedererlangung von Alltagskompetenzen und sensomotorischen Fähigkeiten
      • Erlernen von Kompensationsmechanismen bei Funktionsbeeinträchtigungen der Sinnesorgane
      • Verbesserung der kognitiven und motorischen Leistungsfähigkeit
      • Erlangung von psychomotorischer Stabilität, Angstabbau und Wiederherstellung sozialer Kontaktfähigkeit
      • Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstbehauptung

      Wichtig für alle Beteiligten – präzise Diagnose und Verordnung

      Ihre Verordnung anhand Muster 56 der KBV ist unabhängig vom Heilmittelbudget! Neben den gesetzlichen Krankenkassen kommen auch andere Rehabilitationsträger wie die Rentenversicherung oder die gesetzlichen Unfallversicherungsträger im Fall von anerkannten Arbeitsunfällen oder Berufserkrankungen als Kostenträger in Frage. Gerne berät Sie der zuständige Landesverband oder der DBS bei Fragen zur ärztlichen Verordnung.

      Bitte beachten Sie folgende Punkte:
      • Exakte Angabe der Diagnose inkl. ICD 10 unter Angabe von Funktions- und Belastungseinschränkungen im Sport
      • Angabe wichtiger Begleiterkrankungen
      • Angabe von Rehabilitationsgrund/ziel(en)
      • Empfehlung hinsichtlich definierter Rehabilitationssportarten und Inhalte sowie Leistungsumfang (Anzahl der Übungseinheiten, Frequenz/Woche)
      • Liegen Belastungseinschränkungen vor, ist es wichtig, die Verordnung hinsichtlich kontraindizierter Bewegungsübungen zu präzisieren. Entsprechende Unterlagen sind für die betreuende Ärztin/den betreuenden Arzt und die Übungsleiter_innen hilfreich.
      • Training an technischen Geräten und Kampfsportarten sind keine Leistungsinhalte des Rehabilitationssportes!

      Leistungsumfang – individuell angepasst

      Der Umfang von Rehabilitationssport ist in der Rahmenvereinbarung mit den Rehabilitationsträgern festgelegt. Als Richtwert sind folgende Leistungsumfänge definiert:

      • Regelfall: 50 Übungseinheiten (ÜE) innerhalb von 18 Monaten
      • Bei besonderer Schwere der Erkrankung (im Formular angegeben): 120 ÜE innerhalb von 36 Monaten
      • Herzsport: 90 ÜE innerhalb von 24 Monaten
      • Kinderherzsport: 120 ÜE innerhalb von 24 Monaten
      • Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins: 28 ÜE

      Eine komplette Übersicht und detaillierte Informationen bietet die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining auf der Homepage des DBS.

      Grundsätzlich ist die Indikation so lange gegeben, wie eine fachkundige Übungsleitung unerlässlich ist, um das Rehabilitationsziel zu erreichen. Folgeverordnungen sind möglich, wenn die Leistung notwendig, geeignet und wirtschaftlich ist. Sie sind in der hierfür vorgesehenen Zeile zu begründen. Auch kann eine neue Diagnose Grund für eine Neuverordnung sein.

      Rehabilitationssport kann viel bewegen!

      Helfen Sie mit, Menschen für ein bewegtes Leben zu motivieren und damit deren Lebensqualität zu verbessern, Risikofaktoren zu minimieren und deren kognitive Leistungsfähigkeit zu erhalten oder auch zu steigern. Nicht zuletzt kann in vielen Fällen auch durch regelmäßiges Training eine Reduzierung von Medikamenten erreicht werden, welche Ihr Medikamentenbudget spürbar entlastet. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, ein gesamtgesellschaftliches Problem zu bekämpfen. Positive Rückmeldungen Ihrer Patient_innen werden Sie darin bestärken. Für Rückfragen steht Ihnen der Landesverband oder der DBS gerne zur Verfügung. Wir hoffen, dass wir Sie mit diesen Informationen bei Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit unterstützen konnten.

      Medizinische Betreuung – helfende Hände!

      Die med. Betreuung der Rehasportgruppen und die ärztliche Überwachung im Herzsport ist ein wesentliches Qualitätskriterium im anerkannten Rehabilitationssport. Von einer ehrenamtlichen bis hin zu honorierten Tätigkeiten: Leistungserbringern sind auf das Engagement der Mediziner_innen angewiesen.

      Wir möchten weiterhin ein flächendeckendes Angebot in Berlin sicherstellen und freuen uns, wenn wir Sie für den Rehabilitationssport gewinnen können. Unsere Rehasportanbieter brauchen Sie, denn ohne ärztliche Betreuung kann kein Rehasport anerkannt und zertifiziert werden/bleiben. Sie tragen mit Ihrem Einsatz maßgeblich zur Versorgung der Patient_innen bei und zum Weiterbestehen eines vielfältigen Angebots in Berlin bei.

      Wenn Sie interessiert sind Rehasportangebote medizinisch zu betreuen, wenden Sie sich gern an den BSB oder direkt an einen Rehasportverein in Ihrer Nähe.

      Rehasportangebote

      Sie suchen ein Rehasportangebot?

      Dann nutzen Sie unsere Datenbank. Dort finden Sie eine vollständige Übersicht über alle bei uns anerkannten Rehasport-Angebote in Berlin.

      Um eine vereinfachte Suche durchführen zu können, gehen Sie wie folgt vor:

      1. Indikation des Arztes auswählen (mit Hilfe des Pfeilsymbols öffnen sich alle Indikationen)
      2. Bevorzugte Sportart anklicken (mit Hilfe des Pfeil-Symbols öffnen sich alle verfügbaren Sportarten)
      3. Auf „Alle Angebote anzeigen“ klicken

      (Bei Bedarf können Sie sich unter Suche verfeinern die angezeigten Angebote nach Bezirk, Tag und Zeit anzeigen lassen)